Sommerfest der Marathonabteilung

Sommerfest der Marathonabteilung

Am Sonnabend, den 8. August haben sich einige Mitglieder bei schönem Wetter auf den Weg zur Grillwiese im Eilbektal gemacht.

Von der Marathonabteilung wurde, wie angekündigt, für Getränke und Grillmaterial gesorgt.
Zur Ergänzung der Verpflegung wurden Salate, Brot usw. von den Teilnehmern mitgebracht.L1060250

Gegrillt haben im Wechsel einige der Anwesenden, so dass die Versorgung gesichert war.
Nachdem die St. Pauli-KNOLLE vergriffen war, musste noch Nachschub organisiert werden.
Um 22 Uhr löste sich dann das Treffen friedlich und geordnet auf.

L1060248

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Spenden-Empfängerinnen 2020

Diese drei Berichte von den Empfängerinnen unserer Spendenuhrgelder aus 2020 geben einen kurzen Einblick in die Arbeit, der von uns unterstützten Einrichtungen:

Bericht von GIAMBO

Jeder Mensch hat das Recht, am kulturellen und gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Doch selbst in Zeiten von Inklusion und Gleichberechtigung ist das Reisen für Menschen mit Behinderungen mit verschiedenen Hürden verbunden, die nicht zuletzt finanzieller Natur sind. Viele können schon ihre alltägliche Pflege nur schwer finanzieren – der Mehraufwand für spezielle Reiseassistenz, Pflegebedarf, Hilfsmittel und barrierefreie Unterkunft macht es ihnen vollends unmöglich, Reisen zu unternehmen und damit ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Wir von Rollstuhl-Erlebnisreisen GIAMBO gUG haben dieses Problem erkannt und bieten kostenfreie Reisen für Menschen mit Assistenzbedarf. Entweder als Tagesausflug in Norddeutschland für Menschen, die in der Region Hamburg wohnen oder als 4-Tagesreisen für diejenigen, die eine weitere Anfahrt haben. Wir gehen dabei gerne auf individuelle Wünsche und Bedürfnisse ein. Die Betreuung wird durchgeführt von examinierten Pflegekräften.

Gerade nach der sozialen Isolation von Covid 19, ist es umso wichtiger unseren Teilnehmer*innen ein positives Erlebnis zu ermöglichen und eine richtig gute Zeit mit ihnen zu verbringen. Wir bedanken uns herzlich bei der Marathonabteilung des FC St. Pauli für die großzügige Spende.

Bericht von KOOFRA

Die Koordinierungsstelle gegen Frauenhandel e.V. unterstützt seit 1999 Betroffene von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und seit 2014 auch Betroffene von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung. Unser Auftrag ist die qualifizierte Unterstützung, Beratung und Begleitung von erwachsenen Frauen, die (potenziell) von Menschenhandel, Zwangsprostitution oder Zwangsarbeit betroffen sind. Konkret beinhaltet das zum Beispiel die kostenlose und bei Bedarf anonyme (psychosoziale) Beratung zumeist in der Erstsprache der Betroffenen, die Vermittlung in anwaltliche Erstberatung, zu medizinischer/psychotherapeutischer Behandlung, kontinuierliche beratende Begleitung zu Behörden und Ämtern, Unterstützung bei der Geltendmachung des ausstehenden Lohns durch Weiterleitung an geeignete Beratungsstelle/Anwältinnen, Vermittlung von sicherer Unterkunft, Begleitung im Strafverfahren in Zusammenarbeit mit der Zeug*innenbetreuung des Landgerichts.

Auch unsere Arbeit war im letzten Jahr durch die Pandemie bestimmt – dennoch haben wir durchgängig unsere Klientinnen unterstützt: telefonisch, digital oder mit Maske und Abstand. Wir unterstützen zwischen 50 und 80 Menschen im Jahr, für die wir Spenden vielfältig einsetzen können. Neben der Auszahlung einer Nothilfe kann das die Unterstützung mit Hygieneartikeln und Medikamenten sein oder die Kostenübernahme für Sport- und Integrationskurse.

Über Euren läuferischen Einsatz und Eure finanzielle Überstützung freuen wir uns sehr und bedanken uns nochmal herzlich.

Bericht von GWA St.Pauli

Mitternachtssport 2020

Die meisten teilnehmenden Jugendlichen lebten in St. Pauli und Altona Altstadt. Das Angebot Mitternachtssport bot den Jugendlichen eine optimale Möglichkeit, um in den von ihnen mitbestimmten Rahmenbedingungen und Regeln, ohne Erfolgsdruck und Benotung, Spaß zu haben und persönlichen Gesprächen zu kommen. In denen nicht nur über Leistungen, schlechte Noten, Probleme und Konflikte gesprochen wird, sondern auch über Dinge, die sie gut können (Fußball-, Tischtennis- oder Basketballspielen, z.B.) und alltäglichen Erlebnisse und Erfahrungen, über die sich gerne sprechen und mit denen sie sich gut auskennen.

Aufgrund der Corona-Maßnahmen und entsprechenden politischen Vorgaben durften wir in den Monaten März, Mai, Juni, Juli, August, November und Dezember 2020 die Turnhalle nicht betreten.

Ende August haben wir (nach langer Überzeugungsarbeit im Bezirk Altona und bei der Sozialbehörde) als einziger Träger in Hamburg, mit dem Angebot in Begleitung strenger Schutzmaßnahmen wieder angefangen.

Anfang November, nach der Infizierung von 2 Jugendlichen und 2 Mitarbeiter (alle waren nachweislich nicht während des Angebots infiziert worden) mussten wir wieder pausieren, da die Konsequenzen der infizierten Jugendlichen und Kollegen für die Familien und den Träger sehr umfangreich waren. Seitdem hatten wir nicht die Möglichkeit, mit dem Angebot wieder anzufangen.

Wir blieben mit den Jugendlichen weiterhin im Kontakt und sowohl das Betreuerteam als auch die Jugendlichen warten ungeduldig darauf, endlich wieder in die Turnhalle eintreten und wieder Sport treiben zu dürfen.

Mitternachtssport war für die Jugendlichen eine Alternative zu den kommerziellen Konsum-angeboten, wie Discos, Restaurants, Kinos, Konzerte u.a. Immer an Freitagabenden, wo sie gerade zum Beginn des Wochenendes häufiger mit ihren Eltern u.a. in Konflikt kommen, da sie die kommerziellen Konsumangebote sich nicht immer leisten konnten.

Die Zielgruppenerreichung

Die Zielgruppe der Angebote waren Jugendliche und Jungerwachsene zwischen 16 und 27 Jahren. Das Angebot fand im Jahr 2020 in 14 Wochen statt. Insgesamt haben ca. 300 Jugendliche und Jungerwachsene an dem wöchentlichen Angebot Mitternachtssport teilgenommen. Mitternachtssport fand freitags zwischen 21.30-01.00 Uhr statt. In den Schulfreien fand das Angebot nicht statt. Über 70% der Teilnehmer gehörten zu den Stammnutzern und lebten im Sozialraum. Ca. 90 % der Teilnehmer hatten einen Migrationshintergrund.

Durchführung

Am Jahresanfang hatten wir die Jugendlichen nach ihren Ideen und Wünschen befragt und das Ergebnis ist dann später in die Planung des Angebots eingeflossen:

  • Verkürzung der Spielzeit von 10 auf 8 Minuten, damit die Teams (á 7 Spieler) schneller
  • drankommen konnten (das Gewinner-Team blieb auf dem Feld (3-Feld-Turnhalle), das Team, das verloren hat, hat das Spielfeld dem nächsten Team überlassen).
  • Für Tischtennis- und Basketballspieler wurden extra Spielplätze reserviert.
  • Die spielenden Teams übernahmen die Aufgaben des Schiedsrichters, die Betreuer
  • griffen nur in Ausnahmesituationen ins Spiel ein.
  • Die Betreuer stellten eine Musikanlage zur Verfügung und die Jugendliche konnten
  • ihre eigene Musik auszusuchen.
  • Die Wertsachen der Jugendliche (Geldbörse, Handy, Uhren etc.) wurden von den
  • Betreuern gesichert aufbewahrt.
  • Zum Aufwärmen stellten die Betreuer Springseile, Frisbees, American Football etc. zur
  • Verfügung.

Ziele unseres Ferienprogramms

  • Sport und Bewegung ermöglichen,
  • Spiel, Spaß und Erholung,
  • Für die Jugendlichen kostenlose Treff- und Kommunikationsmöglichkeiten schaffen,
  • Verstärkung gegenseitiger Akzeptanz und Förderung der sozialen Kompetenzen durch gemeinsame Gruppenerfahrungen

Zielerreichung

  • Fast alle Teilnehmer waren männlich
  • Ca. 90% der Teilnehmer waren Jugendliche mit Migrationshintergrund
  • Das Angebot wurde in Beteiligung der teilnehmenden Jugendlichen gestaltet. Sie haben die Sportarten, Spielformen und Regeln mitbestimmt.
  • 3 Trainer und der pädagogische Leiter begleiteten die Veranstaltungen, bereiteten die Spielpläne vor und moderierten die Spiele.
  • Der Eintritt war frei, Fußbälle, Basketbälle, Tischtennisplatten- und Schläge u.a. standen bereit für die Spieler kostenlos zur Verfügung
  • In der Halle dominierte während der Spiele eine entspannte Atmosphäre, wurde kein Alkohol getrunken, nicht geraucht und gedealt. Die Jugendlichen haben sich schon mit dem Angebot identifiziert, mutmaßlichen Sachbeschädigungen kamen nicht vor.
  • Es gab keinen Erfolgsdruck, Verpflichtungen und Voraussetzungen für die Teilnahme außer hallengerechten Turnschuhen.
  • Die Teams waren altersübergreifend, wechselnd, interkulturell und meistens einander bekannt.
  • Die Jugendlichen haben gerne ihr Können demonstriert. Da die Trainer auch in Fußballvereinen tätig sind, gab es für die begabten, motivierten Jugendlichen die Möglichkeit, aktiv in den Fußballvereinen mitzuspielen.
  • Ca. 300 Jugendliche haben insgesamt in 14 Veranstaltungen an dem Angebot teilgenommen
  • Das Angebot war für viele Jugendliche zu einem wöchentlichen Treffpunkt geworden. Viele tauschten ihre Erlebnisse über ihre Spiele in ihren Vereinen oder Bundesliga etc. aus, während sie in der Halle auf das Ende des laufenden Spiels warteten.
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Stadtpark-Staffelmarathon abgesagt

07.07.2020 (js) Kein Stadtpark-Staffelmarathon in diesem Jahr

Die Planungsgruppe für den Staffelmarathon im Oktober teilt mit, dass der 4. Stadtpark-Staffelmarathon auf nächstes Jahr verschoben wird.

Die, zusätzlich zu den üblichen Organisationsaufgaben zu leistenden, corona-bedingten Maßnahmen wie Hygienekonzept, Abstandsregeln etc. übersteigen das von uns zu bewältigende Pensum derart, dass wir nicht glauben, eine für alle Teilnehmenden vergnügliche Veranstaltung durchführen zu können.

Besonders bedauern wir die Absage des Staffelmarathons, da es sich um einen Spendenlauf handelt und nun die Spenden auch ausbleiben.

Hier noch einmal der kurze Text zu den Spenden vom Stadtpark-Staffelmarathon 2019:

Spenden Staffelmarathon 2019

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Silvesterlauf

31.12.2019 (js) Silvesterlauf der Marathonabteilung –Zu einer letzten gemeinsamen Runde um die Alster trafen sich die letzten Übriggebliebenen eines langen Laufjahres bei bestem Silvester-Spaziergeh-Wetter. Diverse bekannte Gesichter fehlten dieses Jahr wegen a) Arbeit, b) Blessuren, c) Charakterschwäche, etc.

Die guten Vorsätze für das Jahr 2020 der anwesenden Läufer*innen reichten von der ersten Teilnahme am Hamburg Marathon über eine Gesamt-Laufleistung von 1910 Kilometer bis zu einem Komplettverzicht auf Alkohol als leistungssteigerndes Mittel.

Na dann: Prost Neujahr!

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Ratzeburg die 30.

1.12.2019 (js) Adventslauf feiert Jubiläum

Eine kleine Gruppe machte sich auch dieses Jahr wieder auf den Weg nach Ratzeburg. Bei der 30. Ausgabe des beliebten Jahresabschluss-Laufs gab es zugleich auch eine Premiere für eine Läuferin, die zum ersten Mal über die Halbmarathon-Distanz hinausgegangen ist. Herzlichen Glückwunsch!

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Stadtpark-Staffel-Marathon

Für alle, die durch ihre Teilnahme am 3. Stadtpark-Staffel-Marathon zu der Spende von 2.400€ an Kemenate Frauen Wohnen e.V. beigetragen haben, hier noch ein kurzer Einblick in die Arbeit des Vereins:

Zwei Tage nach dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen waren wir mit zwei Mitarbeiterinnen von Kemenate Frauen Wohnen e.V. verabredet, um uns ein Bild vom einzigen Tagestreff für wohnungslose Frauen in Hamburg zu machen.

Seit 1992 gibt es schon diese Möglichkeit eines sicheren Rückzugsorts, um sich mit anderen Frauen zu treffen, sich auszutauschen, gemeinsam zu kochen sowie Beratungsangebote anzunehmen oder ärztliche Sprechstunden aufzusuchen. Auch Wäsche zu waschen und zu trocknen, zu duschen oder sich eine Postadresse einzurichten gehört zu den Angeboten, die der Verein ermöglicht. Selbst solche für uns alltäglichen Dinge sind für Wohnungslose keine Selbstverständlichkeit und wer nie selbst ohne Wohnung war, kann kaum ermessen, wie kostbar es ist, einen Platz zur sicheren Aufbewahrung von persönlichen Dingen zu haben.

Neben dem Tagestreff gibt es seit 2013 das Projekt FrauenWohnung. Mit dem Projekt werden wohnungslose Frauen bei der Suche nach einer eigenen Wohnung unterstützt und auf Wunsch auch danach, in der eigenen Wohnung, sozialpädagogisch betreut. So konnten dank dieser Hilfe schon einige Frauen eine Wohnung mit einem eigenen, unbefristeten Mietvertrag beziehen.

Durch die Spende vom Erlös des Stadtpark-Staffel-Marathons können den Besucherinnen des Tagestreffs die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. Gemeinsame Ausflüge, z.B. Ausstellungs-, Schwimmbad-, Musical oder Kinobesuche sind hier nur als Beispiele genannt.

Weitere Informationen bekommt ihr auf den Internetseiten von ‚Kemenate Frauen Wohnen e.V.‘ :
https://kemenate-hamburg.de/

Für die Marathonabteilung des FC St. Pauli
Martin Bosak, Tanja Dudziak, Alexander Schmitz und Jan Saddei

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Auswärtsfahrt am Heimspieltag

Teutolauf 19. Oktober 2019

28.10. (as)

Wir hatten gehofft, wir hatten gebetet (Scherz), aber die DFL (¡€%€#€§€?€&€!) war unnachgiebig und terminierte das Heimspiel gegen Darmstadt ausgerechnet auf den Samstag, an dem wir uns nach Lengerich (Westf.) aufmachten sollten. Es hatten sich sieben Läufer*innen angekündigt, aber am Ende blieben nur Martin B., Martin K., Tim B. & ich übrig. Zwei krankheitsbedingte Absagen und eine mutwillige Zerstörung eines Boilers führten zur Dezimierung. An dieser Stelle der Hinweis, Ihr müsst nicht extra Euer Inventar zerstören nur um nicht mitfahren zu müssen – ein schlichtes „Sorry, kann nich mitfahrn“ ist vollkommen ausreichend, Marco. Leider führten die Absagen auch noch dazu, dass wir nicht in die Mannschaftswertung kamen.

Wir trafen uns um 7:45 Uhr am Hauptbahnhof und fuhren mit dem Metronom nach Osnabrück. Unterwegs sammelten wir noch einen Wanderrucksack ein, der Tim im Gepäck hatte. Tim ist ein erfahrener Auswärtsfahrer und hatte daher folgendes für den Teutolauf im Gepäck: 10 Personen Zelt, Streitaxt, zwei Waffeleisen (man weiß ja nie), Schnorchel, Satellitentelefon, Morsealphabet aus einem YPS Heft ausgeschnitten, Brennholz und Zunder, Feuerwehrhelm, Luftpumpe, Bunsenbrenner, Dosenravioli, Luftmatratze, Wasserkanister, Kompass, Leuchtpistole, Angelrute mit Köder, Lasso, Pferdesattel und Reitstiefel (für die Teutoburger Wildpferde), Tischgrill und einen Restaurantführer für Osnabrück, welcher leider auf der Fahrt verloren ging. Wohlgemerkt alles in einem Rucksack. Wir können noch viel von Tim lernen, unser Sportwart ist uns immer einen Schritt voraus.

In Lengerich angekommen entschieden wir uns gegen den Bus und für einen bekannten online Kartendienst um zu Fuß weiterzulaufen. Unglücklicherweise war der Dienst nicht richtig gepflegt und so standen wir vor den Trümmern einer ehemaligen Brücke (wir vermuten Marco trat vor zwei Jahren dagegen). Nach kurzem Umweg Startnummern geholt und die Umkleiden gesucht. Hier ein kleiner Kritikpunkt am ansonsten so toll organisierten Lauf: bessere Beschilderung. Ja stimmt, es ist in der Übersichtskarte verzeichnet, aber für Neulinge wie uns wäre es eine Hilfe gewesen. Unter Stadion verstehen wir auch etwas Größeres, das man als selbiges erkennt wenn man anderthalb Meter davor steht. Noch schnell ein Gruppenselfie im Startblock und los ging’s.

Martin B. setzte sich schnell von uns ab. Auch Tim und Martin K. liefen bald vor mir. Der Köln Marathon eine Woche zuvor steckte mir noch in den Knochen und so wollte ich mich erstmal schonen und abwarten. Überhaupt wurde ich die ersten Kilometer oft überholt. Insgesamt drei steile Anstiege mussten wir bezwingen. Beim ersten langen Anstieg überholte ich dann meinerseits wieder viele Läufer*innen, u.a. auch Tim und Martin K. Diesen Anstieg meisterte ich auch noch problemlos, bei den beiden anderen war ich tatsächlich froh, dass fast alle Läufer*innen gingen, ich also kaum an ihnen vorbei gekommen wäre und so eine kleine Verschnaufpause bekam.
Der Waldboden war matschig, es hatte viel geregnet. Wir wurden von einem Streckenordner auch einmal darauf hingewiesen, dass der kommende Pfad ausgewaschen sei. Hier und da rutschte ich, aber zum Glück fiel ich nicht. Ein Highlight war sicherlich der Baumwipfelpfad. Dazu mussten wir eine Wendeltreppe hoch laufen. Oben angekommen war auch Vorsicht geboten, denn durch den Regen waren die Holzbohlen ziemlich rutschig. Die Laufstrecke ist nicht abgesperrt. Man teilt sie sich mit Spaziergänger*innen und Radfahrer*innen. Da gab es mal mehr mal weniger verständnisvolle Menschen. Insgesamt war aber die Stimmung super. Auch als es in Strömen goß hatten sich hier und da Leute an der Strecke gesammelt, die uns Läufer*innen mit Rasseln und Rufen anfeuerten.
Richtig Spaß gemacht haben die letzten vier Kilometer, denn da ging es fast nur bergab. Hier konnte man Zeit gutmachen. Eine kleine Überraschung war zudem, dass der Lauf mit 28,2 km kürzer war als angegeben war. Nach 2:49:01 h kam ich ins Ziel und wurde von Martin B., der schon knapp 20 Minuten früher ins Ziel lief, empfangen. 3 Stunden nach dem Startschuss waren wir wieder vereint, gingen duschen und machten uns auf den Weg nach Osnabrück.

Hier rächte sich, dass Tim den Restaurantführer verloren hatte. Abermals auf einen bekannten online Dienst angewiesen machten wir uns auf die Suche nach einer Pizzeria. Schwieriges Unterfangen mit dem veganen Klotz am Bein ¯\_(ツ)_/¯ Nach einer Stunde Suche landeten wir wieder am Hauptbahnhof in einem Dönergrill. Immerhin hatte der auch Pizza. Die kurioseste Episode auf unserer Essenssuche war, als wir uns auf einen Tipp eines Einheimischen verließen. Okee, „Vennemann’s“ klingt jetzt nicht gerade eben nach Cucina tipica italiana, aber wir waren gutgläubig. Das italienische Restaurant stellte sich dann als Bistro heraus, das sein Raucherkneipenambiente seit 40 Jahren konsequent pflegt und konserviert. Wir wurden schnell skeptisch, nicht nur wegen des Deutschlandschals über dem Eingang. Zudem befürchteten wir vom Team „Kümmerlinge“ zu einer Partie Dart herausgefordert zu werden. Wie schon erwähnt landeten wir schlussendlich in einem Imbiss. Es wurden aber alle satt und das Bier war kalt und günstig. Immerhin. Unser Zug hatte gehörig Verspätung, aber mit Kaltgetränken aus dem Bordbistro wurde es zu einer kurzweiligen Fahrt. Uns allen hat es viel Spaß gemacht. Wir waren sicherlich nicht das letzte Mal in Lengerich.

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Spende an das Hamburger Bündnis gegen Rechts

11.10.2019 (mb) Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Auch in diesem Jahr konnte die Marathonabteilung des FC St. Pauli eine überwältigende Spende an das Hamburger Bündnis gegen Rechts übergeben. Vielen Dank an die vielen Läufer*innen, die in diesem wieder am Lauf gegen Rechts teilnahmen, um sportlich gegen rechte Hetze, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie zu demonstrieren.

Gerade der antisemitische und rechtsextreme Anschlag in Halle zeigt, dass die Gefahr von rechts jahrelang verharmlost wurde. Der Kampf gegen rechts muss mehr als nur ein Lippenbekenntnis sein und die deutschen Sicherheitsbehörden haben die zunehmende Bewaffnung von Rechtsextremisten offensichtlich unterschätzt. Es ist nun an der Bundesregierung diese Gefahr anzuerkennen und den Kampf gegen rechte Gewalt konsequent und offensiv zu unterstützen.

Mit dem Spendenbetrag der Marathonabteilung wird zu einem großen Teil das Hamburger Bündnis gegen Rechts unterstützt sowie die Initiativen Flüchtlingsrat Hamburg, Lampedusa in Hamburg und die Black Community Hamburg, die sich alle drei gegen Rassismus engagieren.

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Der Stadtparkstaffelmarathon beginnt langsam Konturen anzunehmen.

10.10. (JS)

Sonntag 6. Oktober 14:34 Uhr: Geschafft! Der letzte Läufer der letzten Staffel hat die Ziellinie überquert. Die Zeit ist gestoppt, aus den Lautsprecherboxen klingt noch ein Rest von „One Step Beyond“. Madness eben.

Aber noch mal kurz die Zeit zurückgedreht:

Es ist 5:00 Uhr als der Wecker klingelt. Die Richtungspfeile für die Laufstrecke gerade mal seit 4 Stunden fertig.
Die To-Do-Liste neben dem Kaffeebecher am Frühstückstisch. Hinter fast jedem Eintrag ein Häckchen.

Spätestens, wenn der Busfahrer von der Haltestelle abfährt, ist es zu spät. Wenn jetzt noch etwas Wichtiges vergessen ist, heißt es eben improvisieren. Ein Griff in die Hosentasche. Die Finger fühlen die Konturen des Taschenmessers. Unbedingt nötig für die Äpfel, die es im Ziel geben soll.

Noch 4 Stunden bis zum Start. Lass die S-Bahn pünktlich fahren, keine Stellwerksstörungen bitte, einfach nur zügig zum Stadion im Stadtpark kommen. Und bitte keinen Regen!

Ankunft im Stadtpark. Es ist trocken geblieben. Der Platzwart ist verärgert, wartet schon seit über einer halben Stunde. Und mit den selbstgebackenen Medaillen ist Claudia auch nicht zufrieden. Da weinen wir später drüber, jetzt muss aufgebaut werden. Zwei Tische für die Startunterlagen und dann schnell noch die Startnummern überprüfen, bevor die ersten Staffeln erscheinen. Was wir machen wollen, wenn eine Startnummer fehlt ist mir auch nicht ganz klar, aber es sieht alles ganz gut aus.

Noch 2 Stunden. Der Bulli mit dem restlichen Material kommt. Spätestens jetzt wird es unübersichtlich. Die Mikrofonanlage erweist sich als Problem, etliche Knöpfe und Regler, ich glaube Tontechniker ist ein Ausbildungsberuf. Ich bin Koch! Die Zeit bis zum Start läuft, ich werde nervös, aber dann endlich: nicht nur das Mikro ist zu hören, auch die Musik kommt rüber. Nächster Schritt. Die Zeitanzeige. Laptop läuft, Monitor läuft, aber kein Bild. Es fehlt nun doch ein HDMI-Kabel. Oder eine Fernbedienung. Haben wir beides nicht, aber Ulf. Während er sich auf den Weg macht (eine halbe Stunde meint er zu brauchen), wird die Strecke markiert. Sprühkreide und Richtungspfeile; nicht dass sich wieder wer verläuft, wie im ersten Jahr!
Die Streckenposten trudeln ein. Manuel ist noch auf der Strecke, kann ihnen sein Rotationsprinzip noch nicht erklären. Aus den Augenwinkeln sehe ich die Staffeln ihre Startnummern abholen und auch das Bufett von OpenSports wird schon die Treppe zur Tribüne hochgetragen.
Wer die Trinkwasserbehälter und die Äpfel hinter dem Zieleinlauf aufgebaut hat, habe ich nicht mitbekommen, aber auch die Flatterbänder und Markierungshütchen, die Wechsel~ und Zieleinlaufzone von einander trennen, sind schon aufgebaut. Die Vorbereitungen laufen, als hätten wir diesen Staffelmarathon schon etliche Male ausgerichtet.

Der Radbarista braucht Strom, deshalb wird die Musik jetzt abgestellt. Ich glaube es nicht: das war doch letztes Jahr kein Problem! Aber auch dafür hat irgendwer eine Lösung gefunden, nur leider hat das Kabel vom Tablet zum Mischer jetzt einen Wackelkontakt. Hätte ich es doch besser noch mal getestet oder noch besser: Ersatz mitgenommen. Echte Profis haben immer eine ganze Kiste voller Kabel dabei, in der sie immer etwas Passendes finden, oder zumindest einen Lötkolben für kleinere Reparaturen. Schließlich läuft die Musik aber wieder und auch Ulf ist wieder da. Zum HDMI-Kabel hat er noch einen großen Monitor mitgebracht. Hat keinen Standfuss, aber ein Paar Transportriemen um den Tisch gewickelt tun es auch. Improvisieren eben. Die Zeitanzeige läuft.

Die Streckenmarkierung ist inzwischen abgeschlossen und die Warnwesten an die Streckenposten verteilt. Das Rotationsprinzip im Ohr und einen Streckenplan in der Hand, begeben sich die ersten Helfer*innen auf die Strecke: die einen zu einem sonnigen Standort, die anderen erst einmal in den Schatten.

Von all diesen Vorbereitungen und kleineren Problemen haben die über 200 Läufer*innen im Stadion nur wenig bemerkt. Soll ja auch so sein. Die 47 Staffeln, die schlussendlich gekommen sind, bereiten sich für ihren Lauf vor. Die einen haben ambitionierte Ziele, sind zum Teil schon zum dritten Mal dabei, andere wollen einfach nur Spass haben und einen schönen Lauf durch den herbstlichen Stadtpark genießen.

Die Sonne scheint über das Planetarium auf die Tartanbahn, es sind plötzlich nur noch drei Minuten bis zum Start! Die Startläufer*innen haben sich positioniert und warten auf das Signal. Hells Bells, na klar! Dann noch ein Countdown und fast pünktlich um 10:00:02 Uhr geht es los.

Die Spannungskurve ist vorerst etwas abgeflacht und weicht einer gewissen Melancholie. Für schätzungsweise fünzehn bis zwanzig Minuten ist Pause. Innerlich zumindest, denn jetzt läuft alles, beziehungsweise laufen jetzt alle, und der 3. Stadtparkstaffelmarathon ist nicht mehr zu stoppen. Für die nächsten 5 Stunden nicht mehr.

Mit dem Eintreffen der ersten Läuferin im Stadion nach ca. 16 Minuten ist die vorübergehende Ruhe allerdings vorbei. Spätestens jetzt befinden wir uns mitten im Rennen. Mit den „Berlingo Runners“ haben wir nicht gerechnet. Diese Staffel ist zum ersten Mal angetreten und hat gleich einen guten Vorsprung vor „Design2Run“, die wir aus den letzten beiden Jahren kennen. Obwohl nicht wirklich darauf vorbereitet, kommentieren wir von nun an das ganze Geschehen am Mikrofon. Jeden Staffel-Wechsel, jeden Einlauf ins Stadion begleiten wir, zwischendurch fragen wir uns was die Namen der Staffeln bedeuten. „DwarsLoopers“ laufen seitwärts aber Hand-in-Hand, „Orange Hot Chilly Schippers“ handeln nicht mit Gewürzen, „Friedrich List“ hat mehr mit Eisenbahnen am Hut als mit Büchern und „Staffelokokken“ hören sich irgendwie krank an, sind aber ganz schön schnell!

Für die Läufer*innen auf der Strecke ist jetzt für jeweils 8,4 Kilometer höchste Konzentration angesagt und auch für die Streckenposten, die alle 20 Minuten nach dem Rotationsprinzip ihren Standort wechseln. Die Laufstrecke ist nicht nur unübersichtlich und kurvenreich, sondern auch bevölkert von Spaziergänger*innen mit oder ohne Hund oder Kinderwagen. Das Wetter ist aber auch einfach zu gut!
Manche Läufer*innen absolvieren auch mehr als zwei Runden. Das unbeständige Wetter in den vorangegangenen Wochen, hat doch zu einigen Ausfällen geführt. Einige Staffeln konnten gar nicht antreten und bei manchen hat es nicht mehr zu einer 5er-Riege gelangt.

Als sich abzeichnet, dass die „Berlingo Runners“ auch bis zum letzten Staffelwechsel in Führung liegen, wird es Zeit den Zieleinlaufkorridor vorzubereiten. Jetzt ist viel Flatterband nötig um die weiteren Staffelwechsel und die Zieleinläufe von einander zu trennen. Spätestens jetzt beginne ich mir Sorgen darum zu machen, ob die Zeitmessung funktioieren wird; nach der Zeitmessung mit Tabletts in zwei Teams im ersten Jahr, und Handscanner im zweiten Jahr, verlasse ich mich diesmal ganz auf die Stoppuhr-App auf meinem Smartphone und einen Zettel für Notizen.

Nach 2:43:45 Stunden stoppe ich die erste Staffel. Startnummer 18, „Berlingo Runners“. Die Zweiten folgen knapp 2 Minuten später: Startnummer 25, „Design2Run“. Und auch nicht viel später die erste Mixed Staffel von „OpenSports“. Mit einer etwas längeren Pause kommt jetzt eine Staffel nach der anderen ins Ziel. Manchmal im Sekundenabstand fast reif für ein Fotofinish, mal bewusst Hand-in-Hand, aber stets mit einem Lächeln!

Endlich geschafft.

An diesem Punkt etwa habe ich meinen Bericht gestartet: „Geschafft! Der letzte Läufer der letzten Staffel hat die Ziellinie überquert.“

Das war allerdings noch nicht alles.

Während einige Staffeln schon aufgebrochen waren, folgte noch die Ehrung der jeweils ersten drei Staffeln in den Kategorien „Mixed“, „Männer“ und „Frauen“.
Es gab Urkunden und die eingangs erwähnten Medaillen. Selbstgebacken und, zwar nicht perfekt, aber dafür vielleicht um so wertvoller. Danke Claudia!

Was nicht unerwähnt bleiben soll: Wir haben unser Equipment wieder im Bulli verstaut, das Stadion ordentlich hinterlassen, beim Platzwart noch einmal für das späte Erscheinen am Morgen um Entschuldigung gebeten uns beim Radbarista und den Helfern vom Roten Kreuz bedankt, den ganzen Krempel im Lager am Millerntor verstaut und schließlich mit einem versprengten Häufchen von 4 Übriggebliebenen bei einem Astra und etwas zu Essen Pläne für das nächste Jahr geschmiedet, was allerdings verfrüht ist. Kritik und Pläne für das nächste Jahr gibt es natürlich auf dem Nachtreffen zum Stadtparkstaffelmarathon und auf dem ersten Vorbreitungstreffen für den 4. Stadtparkstaffelmarathon 2020. Schaut ins Forum und seid dabei!

Forza!

Jan

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Stadtpark-Staffelmarathon

07.10. (la) Viel Sonne, viel Spaß und viele Kekse! Der 3. Stadtpark-Staffelmarathon fand am 6. Oktober statt – das dritte Mal in Folge bei allerbesten Laufbedingungen.

Moderator Stefan „Marcel Reif“ Sonnenschein munterte die Läufer*innen mit gewohnt lockeren Sprüchen auf.

Zum Start um 10 Uhr knallte die Sonne allerdings derart heftig ins Stadionrund, dass einige Läufer*innen schon ins Schwitzen gerieten, ohne sich bewegt zu haben. Nach lustigen 4,5 Stunden hatte aber das letzte von 46 gestarteten Teams die 10 Runden im Stadtpark und damit 42195 Meter hinter sich gebracht. Einige sollen dabei auch ins Schwitzen geraten sein. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer*innen, es hat riesigen Spaß gemacht und das erste Mal in der Geschichte des Laufsports gab es Medaillen für die drei schnellsten Teams, in die man herzhaft hineinbeißen konnte. Alle Erlöse der Veranstaltung spenden wir dem Verein Kemenate e.V., der wohnungslosen Frauen in Hamburg hilft. Auch dafür großer Dank an alle Teilnehmer*innen. Ein besonderer Dank geht an OpenSports, die nicht nur mit 10 Teams vor Ort waren, sondern deren tolles Buffet den Stadtparkstaffelmarathon auch zu einem kulinarischen Highlight machte. Jans ausführlichen Bericht findet ihr hier, weitere Fotos bei Twitter und die Ergebnisse hier.

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Spendenuhr 2018

20.08. (la) Spendenuhr 2018 – An diese drei gemeinnützigen Einrichtungen haben wir die von uns letztes Jahr erlaufenen Kilometer gespendet: Semra-Ertan-Initiative, St. Pauli-Archiv und Freihaven.

Gedenken an Semra Ertan

Semra Ertan war eine junge türkische Frau, die sich am 24. Mai 1982 in St. Pauli an der Kreuzung Simon-von-Utrecht-/Detlev-Bremer-Straße aus Protest gegen den Rassismus in Deutschland öffentlich verbrannte und zwei Tage später starb.

Vor ihrem Freitod hatte Semra dem NDR und dem ZDF gegenüber ein Statement abgegeben: „Ich möchte, dass Ausländer nicht nur das Recht haben, wie Menschen zu leben, sondern auch das Recht haben, wie Menschen behandelt zu werden. Das ist alles.“

Semra Ertan arbeitete als Dolmetscherin und Bauzeichnerin und sie war Schriftstellerin. Sie verfasste über 350 Gedichte, viele auch über die Erfahrungen von Migrant*innen, die Erniedrigungen und die zunehmenden Feindseligkeiten in Deutschland. Ihr Werk ist aber bisher weitgehend unbekannt.

Die Initiative, die wir mit unserer Spende unterstützt haben, konnte davon unter anderem den Besuch der in München lebenden Schwester und der Nichte Semra Ertans ermöglichen und eine Gedenkveranstaltung durchführen, die am 26. Mai 2019 an dem Ort stattfand, an dem sich Semra Ertan das Leben nahm. Ihre Nichte, die als Künstlerin arbeitet, entwickelt außerdem zurzeit in Zusammenarbeit mit der Initiative ein Kunstprojekt, durch das permanent in St. Pauli an Semra Ertan erinnert werden soll.

Spendenübergabe an freihaven vor dem Haus 5 im ehemaligen Hafenkrankenhaus auf St. Pauli

 

Als Frauke Martin und mir – Alex – anbot, uns mit den Verantwortlichen zu treffen, denen unsere erlaufenen Spendenuhr-Kilometer zugute kommen, sagten wir sofort ja. Wir saßen mit Dr. Eva Hampel von freihaven e.V., sowie Diplom-Psychologin Julia Fischer-Ortman und unserem Abteilungsmitglied Dr. Michael Brune von haveno e.V. zusammen.

Zunächst erfuhren wir, wann die Vereine gegründet worden waren, nämlich 2002 und 2012, denn nicht erst seit 2015 besteht Bedarf psychotherapeutischer Behandlung geflüchteter, traumatisierter Menschen. Beide Vereine leisten unglaublich wichtige Arbeit. Der Bedarf von Therapieplätzen war und ist hoch. Die Hemmschwelle, eine Therapie zu beginnen, ist im Allgemeinen schon stark ausgeprägt. Umso schwieriger ist es natürlich, wenn zusätzlich eine Sprachbarriere besteht. Dafür ist das Team gewappnet. Es werden Therapien in insgesamt 12 Sprachen angeboten, darunter Farsi und Dari, die die Therapeut*innen fließend beherrschen. Dolmetschergestützt kann auf 15 verschiedene Sprachen zurückgegriffen werden, um Hilfesuchenden Zugang zu psychotherapeutischer Behandlung zu ermöglichen. Wie ich von einem befreundeten Psychologen weiß, sind es oft Partner*innen, Ehepartner*innen oder Freunde, die eine Person darauf hinweisen, manchmal sogar dazu drängen, eine Psychotherapie zu beginnen. Bei den Refugees gibt es innerhalb der Communities Ansprechpartner*innen von Hilfsorganisationen, die Traumatisierten den Weg zu haveno weisen oder Geflüchtete selbst berichten von erfolgreichen Therapien und können so vermitteln.

In der Regel erfahren die Therapeut*innen nicht, wie es nach ihrem Einsatz mit den Menschen weitergeht. Aber von zwei Erfolgsgeschichten nach Therapieende wurde uns berichtet, darunter eine Familienzusammenführung über viele tausende Kilometer, die einem Wunder gleicht.

Insgesamt saßen wir eine gute Stunde zusammen. Und wir freuen uns, dass wir mit unserer Spende einen Beitrag zur Finanzierung dieses wichtigen Projekts leisten können!

Gunhild vom St. Pauli-Archiv und Tim vom Marathon bei der Spendenübergabe in den Archivräumen.

Seit 1987 ist der gemeinnützige Verein St. Pauli-Archiv das Gedächtnis des einzig möglichen Viertels Hamburgs. Als Stadtteilarchiv und Geschichtswerkstatt setzen sich die Mitglieder des Vereins mit der Geschichte und Gegenwart von St. Pauli auseinander. Anhand von Rundgängen, Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen zeigt das Archiv die Vielfältigkeit des Viertels mit seinen spezifischen Eigenarten, Menschen und Perspektiven.

Das St. Pauli-Archiv verfügt über eine umfangreiche Bibliothek sowie über ein großes Foto- und Postkartenarchiv und eine beachtliche Presseausschnittsammlung. Themenschwerpunkte sind neben der allgemeinen Stadtteilgeschichte auch übergreifende Aspekte wie die Geschichte Hamburgs und des Nationalsozialismus, Kolonialgeschichte, Stadtplanung und Gentrifizierung. Die Bestände stehen allen Interessierten offen – der Buchbestand ist teilweise entleihbar.

Das St. Pauli-Archiv freut sich auf deinen, auf unseren Besuch in den Archivräumen in der Paul-Roosen-Str. 30 – Tim war im Frühjahr schon einmal da und überreichte Gunhild vom Archiv unsere Spende. Am besten kurz vorher anrufen.

Aktueller Tipp: Am 20. September veranstaltet das Archiv um 15 Uhr den Rundgang »… und abends in die Flora – Aktuelles und Historisches zwischen Wasserturm, Schlachthof und Flora«.

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