20.5.2019 (la) Gedenken an Semra Ertan am Sonntag, den 26.5.2019, um 15 Uhr an der Kreuzung Simon-von-Utrecht-Str. und Detlev-Bremer-Str. in Hamburg.

Auf unserer Mitgliederversammlung im Oktober 2018 hatten wir beschlossen, ein Drittel der über unsere Spendenuhr gesammelten Gelder an die „Initiative in Gedenken an Semra Ertan“ zu spenden. Am 26. Mai findet nun an der Stelle in St. Pauli, an der sich Semra Ertan 1982 aus Protest gegen Rassismus selbst verbrannte (Ecke Simon-von-Utrecht-/Detlev-Bremer-Straße), eine Gedenkfeier statt. Familienangehörige von Semra Ertan werden auch da sein. Es wäre schön, wenn auch aus unserer Abteilung einige an der Gedenkveranstaltung teilnehmen.

Hier nochmal die Details:
Gedenken an Semra Ertan
am Sonntag, dem 26.5.2019 um 15 Uhr,
an der Kreuzung Simon-von-Utrecht-Str.
und Detlev-Bremer-Str. in Hamburg

Flyer mit mehr Informationen zum Ablauf der Veranstaltung

28.04.2019 (JS) 34. Hamburg-Marathon: Kein Bier (von) den Burschen!

Bei bestem Hamburger Schmuddelwetter liefen 31 Läufer*innen und eine Staffel unserer Abteilung die 42,195 Kilometer lange Strecke in Zeiten zwischen 3:14:21 und 5:19:55.

Die Plätze 1 bis 3 innerhalb der Marathonabteilung gingen an Sabrina, Kirsten und Karsten L. – herzlichen Glückwunsch zu den Plätzen 5, 7 und 53 in der jeweiligen Altersklasse!

 

Stets gut angefeuert und vollwertig verpflegt mit selbstgemachten Energie-Bällchen, Äpfeln, Bananen und auch der einen oder anderen Salztablette verließen nicht nur die Läufer*innen mit dem Totenkopf auf dem Rücken unseren Stand bei Kilometer 31.

Die rechten Germania-Burschen hatten sich angesichts des starken FCSP-Aufgebots dieses Jahr nicht getraut, ihren Vorgarten zu verlassen und ihren Bierstand direkt an der Strecke aufzubauen, um so unter den Marathon-Läufer*innen für ihre rechtsextreme Sache zu werben. Die Marathonis aber ließen die armseligen Würstchen rechts liegen und griffen statt dessen zur Apfelschorle, die Nachbarn der Burschen auf der gegenüberliegenden Straßenseite ausschenkten.   Mopo-Bericht

 

24.03.2019 (AS)

43. Springe-Deister-Marathon Samstag, den 23.03.2019

– Zu viert, also Marco, Martin, Tim und Alexander, machten wir uns nach Springe in der niedersächsischen Provinz auf. Ursprünglicher Plan: Marco läuft Marathon, der Rest 10er plus Halbmarathon, gedacht als lange Vorbereitungsläufe für den Hamburg Marathon.

Wir trafen uns 7 Uhr am Hauptbahnhof. Gleich zu Beginn teilte uns Marco mit, dass er Infekt-bedingt passen müsse, er uns aber begleiten würde, da wir uns sonst sicherlich verlaufen und komplett aufgeschmissen wären. Er kennt uns einfach zu gut ¯\_(ツ)_/¯. Gegebenenfalls hatte er sich aber auch deswegen aufgerafft, weil das Zugticket auf seinen Namen lief, wer weiß das schon. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle, für den Vorschlag und die Organisation der Fahrt!

Mit dem ICE ging es nach Hannover und von da aus mit der S-Bahn nach Springe. Sollte jemand einmal unendliche Langeweile verspüren, empfehlen wir eine Fahrt mit der S5. Die Linie scheint extrovertierte Menschen anzuziehen.

Die Kosten für den Marathon beliefen sich auf 15 €. Wer hier besonderen Komfort erwartete, wurde wenig überraschend enttäuscht. Für uns hatte das aber einen besonderen Charme. Man merkte, wie sehr die Helfer*innen aus dem Ort engagiert waren und mitfieberten (Marco fieberte gleich doppelt mit). Ein schönes Kontrastprogramm zu Großveranstaltungen. Wir hielten es erstmal für einen Witz, als Marco meinte man könne seine Sachen nicht abgeben, sondern müsste die Tasche einfach in der Turnhalle lassen. War kein Witz. Wenn es einen Kritikpunkt gibt, dann der, dass es nur eine Toilette pro Umkleide M/W und bloß ein Dixiklo und Pissoir im Außenbereich für ein paar hundert Menschen gab.

Zum Sportlichen. Erneute Planänderung. Tim ging beim 10 km Lauf nicht an den Start. Martin und ich liefen gemeinsam eine gemütliche Runde. Die Strecke führte durch ein großes Feld, ein Dorf und ein Waldstück und hatte ein paar leichte Steigungen. Die letzten 3-4 km ging es bergab, was als Durchhalte-Motivation ganz gut war. Nicht, dass ich, äh, jemand es nötig gehabt hätte sich das immer wieder vor Augen zu führen, weil er bei KM 16 einknickte *hust*, sondern mehr so als Info für interessierte Läufer*innen fürs nächste Jahr. Irgendwer im Dorf hatte, vermutlich um uns zu demotivieren, eine Flagge eines anderen Fußballvereins aus Hamburg gehisst. Vielleicht wollte er aber auch Frank unterstützen, der sich mit dem Vereinsnamen „Nur der H$#“ (oder so ähnlich) für die 10 km anmeldete. Fun Fact: Frank nahm dann gar nicht am Lauf teil. Höhö.

Halbmarathon und drei St. Paulianer am Start. Während Martin wie geplant einen gemächlichen Trainingslauf absolvierte und lässig vor uns in 1h:50m:22s ins Ziel lief, kamen Tim (1h:57m:39s) und ich (1h:53m:53s) völlig außer Puste und entkräftet an.

Die Wartezeit hatte Marco freundlicherweise mit einem Besuch der örtlichen Tankstelle überbrückt und Bier zum Anstoßen besorgt. Wir hätten uns gerne noch in eine Dorfkneipe gesetzt, tatsächlich hatte aber bis auf einen 1 € Discounter fast alles zu. Martin gab mir eine Jacke und bewahrte mich wahrscheinlich so vor einer Erkältung. Ich hatte ein wenig mehr Sonne eingeplant. Das Gegenteil war der Fall. Der Aufenthalt in Hannover war dementsprechend auch nicht besonders toll und durch „Polizeiliche Ermittlungen“ hatte unser Zug auch noch Verspätung. Der Tag klang im im ICE-Bordrestaurant aus, was dann wiederum sehr angenehm war.

Großen Respekt an Marco, dass er uns drei Pfeifen nicht im Stich ließ. Gute Besserung!

PS: Wir hams verbummelt ein Gruppenbild zu machen. Sorry!

Alexander

 

29.12.2018 (la) Erinnern für die Zukunft – Kein Fußball den Faschist*innen – Am 27. Januar 2019 findet der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (engl. International Holocaust Remembrance Day) statt. Auch dieses Jahr ruft der Fanladen St. Pauli aus diesem Anlass zu einer Gedenkfeier an der Gedenktafel am Harald-Stender-Platz mit anschließendem Film und Vortrag auf.

31.12.2018 (la) Silvesterlauf der Marathonabteilung – Ein knappes Dutzend braun-weißer, allerdings überwiegend schwarz gekleideter Läufer*innen umrundeten wieder einmal am letzten Tag des Jahres den großen Teich in der Mitte Hamburgs. Es handelte sich um die vierte oder fünfte Auflage des damit eindeutig legendärsten Silverlaufs der FCSP-Marathonabteilung aller Zeiten. Des Chronisten traurige Pflicht ist es, das Verschwinden eines Wahrzeichens einer jeden Alsterlaufrunde zu melden: Die „Pfütze des Todes“ auf dem Gehweg in der Fährhausstraße ist gestorben! Ein verdammt trockener Sommer hat sie verdursten lassen, das elendige Pfützchen, das nach dem Regen zwischen den Tagen entstand, kann keine/n Läufer*in mehr erschrecken. Nicht nur die Montagsrunde trauert und mahnt: Wir dürfen diese Folgen des globalen Klimawandels, die nur einem Jürgen unerheblich erscheinen mögen, nicht länger ignorieren! Laufen, ohne tödlichen Pfützen ausweichen oder sie durchqueren zu müssen, ist noch langweiliger als nicht zu laufen. [Update 2.1.19: Bei der heutigen Routinekontrollrunde besaß die „Pfütze des Todes“ wieder eine gewisse, aber noch nicht ihre alte, furchteinflössende Größe; Fotos folgen]

23.12.2018 (js) Frohe Weihnachten usw.– Kurz vor den unausweichlichen Feiertagen erreicht uns noch ein besinnliches Gedicht von Stephan, das wir euch nicht vorenthalten wollen. Es kann gefeiert werden:

Dreh das Licht runter,
ein wenig Dimmung –
Vielleicht kommst du
in Weihnachtsstimmung…
Ein frohes Fest – so ungestresst…

Stille Nacht (beim FC St. Pauli)

Stille Nacht, heilige Nacht
Wir haben gespielt, dass es kracht
Wir haben es schon wieder gepackt:
Die 3 Punkte sind wieder im Sack
Nun singe Halleluja,
der FC St. Pauli ist da

Stille Nacht, heilige Nacht
Das Millerntor ist eine Pracht
Hier gehen wir immer gerne hin –
auch wenn wir nicht immer gewinnen
St. Pauli ist wunderbar
St. Pauli Halleluja

Stille Nacht, heilige Nacht,
aus einem schönen Traum nicht erwacht
Mit Hells Bells und Zunder,
dies Jahr, das ist ein Wunder:
Wir können gut Fußball spielen –
ein Wunder, eines von vielen

(Stephan de Vogel 2018)

03.12.2018 (js) Ratzeburg war nass! – die Sonne wollte einfach nicht scheinen beim Adventslauf in Ratzeburg. Vor dem Start suchten die 10 Läufer*innen der Marathonabteilung noch Schutz vor dem Nieselregen unter dem Vordach der ortsansäßigen Sparkasse. Um kurz nach elf Uhr sollte es aber an den Start und raus auf die wunderschöne Strecke gehen. Nur der extra aus Harburg angereiste Fahrer für den Bus der Rugby-Abteilung blieb auf dem verlassenen Marktplatz stehen.

Knapp eineinhalb Stunden später, es nieselte noch immer, traf der erste Läufer im Ziel ein. Dann dauerte es noch mal 30 Minuten, bis die ersten aus unserer Abteilung, schlammbespritzt ins Ziel und anschließend zum Duschen kamen. Die Kommentare bei der abschließenden Runde im Lokal gingen von ‚war doch gar nicht so schlimm‘ bis ‚Matscheburg!‘.

07.10.2018 (la) 2. Stadtparkstaffelmarathon – Strahlender Sonnenschein, tolle Teilnehmer*innen und ein zeitgleicher Last-Minute-Heimsieg des FCSP machten die zweite Ausgabe des braun-weißen Staffelmarathons im Stadtpark zu einem schönen Erfolg. Wir gratulieren allen Läufer*innen, danken allen Helfer*innen (vor allem den Streckenposten) und freuen uns aufs nächste Jahr. Die Einnahmen aus den Startgeldern werden wieder komplett an drei gemeinnützige Initiativen gespendet: die antirassistische Semra-Ertan-Initiative aus St. Pauli, den Verein freihaven e.V., dessen Ziel die Verbesserung der psychotherapeutischen, psychiatrischen und psychosozialen Versorgung traumatisierter Flüchtlinge und Migranten ist, und das St. Pauli Archiv, das sich seit 1987 mit der Geschichte und Gegenwart des Stadtteils auseinandersetzt. Weitere Fotos und ausführlicher Bericht folgen. Der 3. braun-weiße Stadtpark-Staffelmarathon wird am 6. Oktober 2019 stattfinden.

-> Fotos
-> Ergebnisse und Urkunden

02.09.2018 (la) Seenotrettung ist kein Verbrechen! – Unter diesem Motto nahm heute – im Anschluss an die mehr oder weniger unterhaltsame – Heimpleite gegen Köln eine kleine, aber feine Schar von Abteilungsmitgliedern an der „Seebrücken“-Demo durch die Hamburger Innenstadt teil. Mit über 16.000 anderen Menschen forderten sie den Senat auf, für einen sicheren Hafen in Hamburg zu sorgen und Geflüchtete aufzunehmen, die sich über das Mittelmeer gerettet haben. Es war eine der größten und eindrucksvollsten Demos, die Hamburg in den letzten Jahren erlebte. Schade, dass nur so wenige Abteilungsmitglieder dabei waren und es einige wohl nicht mehr aus der Winebar auf die Straße geschafft haben.

13.09.2018 (la) Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! – Eine überwältigend hohe Spende konnte unsere Abteilungsleiterin Frauke am 13. September 2018 symbolisch dem Hamburger Bündnis gegen Rechts übergeben – dank der vielen Läuferinnen und Läufer, die auch in diesem Jahr wieder an unserem Lauf gegen Rechts teilnahmen, um sportlich gegen rechte Hetze, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie zu demonstrieren. Der Spendenbetrag geht zum großen Teil an das Hamburger Bündnis gegen Rechts sowie außerdem an die Initiativen Flüchtlingsrat Hamburg, Lampedusa in Hamburg und Welcome United, die sich alle drei gegen Rassismus engagieren.